Die Konferenz der Schweizerischen Gymnasialrektorinnen und Gymnasialrektoren (KSGR) vereinigt die Leiter aller Schulen, an denen der schweizerische Maturitätsausweis erworben werden kann, wie er im Reglement über die Anerkennung von gymnasialen Maturitätsausweisen von Bund und Kantonen vereinbart ist.
Ziele und Aufgaben
- Die KSGR vertritt die Interessen der Gymnasien auf Bundesebene und auf interkantonaler Ebene und unterstützt ihre Mitglieder in den Kantonen.
- Die KSGR bezweckt die Förderung des gymnasialen Unterrichts in der Schweiz. Sie fördert den Gedankenaustausch und die Information ihrer Mitglieder in Fragen der gymnasialen Bildung, der Schulentwicklung, der Erziehung und der Schulführung.
- Die KSGR arbeitet mit den andern Konferenzen der Sekundarstufe II und der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS) zusammen. Sie sucht den Kontakt zu weiteren Institutionen des tertiären Bildungsbereichs bzw. zu deren Konferenzen.
- Zur Vertretung ihrer Interessen kann die KSGR Mitglied anderer Konferenzen oder Organisationen werden.
Zielsetzungen des Vorstandes
- Die gymnasiale Matura gewährleistet den Zutritt zur Universität auch in Zukunft ohne Eintrittsprüfung.
- Die Gymnasien haben innerhalb der Sekundarstufe II ihren anerkannten Platz. Dazu gehört auch eine klare Positionierung der einzelnen Ausbildungsgänge mit klarer gegenseitiger Abgrenzung der verschiedenen Arten von Maturitäten.
- Der gymnasiale Unterricht vermittelt generalistische Kompetenzen durch eine breite Grundausbildung, durch Reflexionswissen und eine auf humanistischer Tradition beruhende Bildung. Dazu gehört auch die Förderung von kulturellem, schöpferischem und kreativem Gestalten.
- Die Gymnasien sind für Schülerinnen und Schüler attraktiv.
- Die einzelnen Gymnasien sollen so autonom sein, dass sich Innovation und Kreativität innerhalb der Schule entwickeln können.
- Gut ausgebildete Lehrpersonen, welche breite Anerkennung und Wertschätzung erfahren, sind die Basis für starke und gesellschaftlich relevante Gymnasien.
Vertretungen
Die KSGR versteht sich als Organ des Austausches und der Zusammenarbeit. Sie setzt sich überall dort ein, wo in der Schweiz Fragen der Erziehung und der Bildungspolitik anstehen. Sie arbeitet mit ihren Vertretungen in verschiedenen Gremien der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) und des Eidgenössischen Departementes des Inneren (EDI), z.B.:
- Schweizerische Maturitätskommission (SMK)
- Plattform Gymnasium der EDK
- Kommission für die Anerkennung der Lehrdiplome für die Maturitätsschulen
Zusammenarbeit
Die KSGR arbeitet eng zusammen mit den übrigen Rektorenkonferenzen der Sekundarstufe 2, mit denen sie in TRI S2 (Treffpunkt Rencontre Incontro Sekundarstufe 2)
- der Konferenz Schweizerischer Handelsschulrektoren (KSHR)
- der Konferenz Schweizerische Fachmittelschulrektoren (KFMS)
- Schweizerischen Zentralstelle für die Weiterbildung von Mittelschullehrpersonen (WBZ)
Die KSGR unterhält auch regelmässige Kontakte mit
- dem Verein schweizerischer Gymnasiallehrpersonen (VSG)
- der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS)
- der Union der Schülerorganisationen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein (USO)
Die KSGR gehört zu den Gründungsmitgliedern der International Confederation of Principals’ (ICP), welche die Schulleitervereinigungen von mehr als 40 Nationen aus fünf Kontinenten versammelt.
Die KSGR ist auch Mitglied der European Secondary Heads Association’ (ESHA), die die Schulleiter aus ganz Europa umfasst.
Postulate für das Gymnasium
Im Bemühen, das Bild des Gymnasiums zu entwickeln und sich klar nach aussen kundzutun, hat die KSGR im Mai 1997 die "Postulate für das Gymnasium" veröffentlicht, in denen sie die Elemente der gymnasialen Bildung festhält.